Das Trainingskonzept In ein- bzw. zweitägigen Trainingseinheiten werden die Inhalte des Crisis Resource Management Konzepts (Stanford University) vermittelt. Der Schwerpunkt liegt auf den sog. „non-technical skills“, eigentlich den „nicht-medizinischen“ Fertigkeiten: Teamarbeit, Kommunikation, Entscheidungsfindung, psychologische Faktoren, die unser Handeln unter Streß beeinflussen. Neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen zu den „human factors“ steht das praktische Arbeit im Team im Vordergrund. Typische Szenarien aus dem klinischen Alltag der Teilnehmer werden mit Hilfe eines „künstlichen Patienten“ bearbeitet und im anschließenden Debriefing ausführlich analysiert. Mit der Unterstützung der Instruktoren erarbeiten die Teilnehmer Handlungsstrategien, die dann im eigenen klinischen Umfeld umgesetzt werden können.

Am NÖ Zentrum für Medizinische Simulation und Patientensicherheit folgen wir internationalen Vorgaben: alle Trainer sind nach den Richtlinien des ACRM („Anesthesia Crisis Ressource Management“ nach David Gaba [1,2] ausgebildet und haben dazu Ausbildungslehrgänge in Tübingen, Mainz, Dresden, Berlin oder Hochegg absolviert.

Kompetenz in Fragen der Erwachsenenbildung wie auch in der Vermittlung medizinischer Lehrinhalte konnten unsere Instruktoren durch ihre meist langjährige Lehrtätigkeit (etwa als Instruktoren des European Resuscitation Councils - https://www.erc.edu/) sowie ihre klinische Berufserfahrung (Fachärzte mit Leitungs- und Ausbildungsverantwortung, Fachpflegepersonal aus dem Anästhesie- und Intensivbereich, Lehrbeauftragte von Rettungsorganisationen) erwerben. Alle Trainer verfügen zudem über langjährige Erfahrung in der klinischen bzw. präklinischen Notfallmedizin. [1] Howard SK, Gaba DM, Fish KJ, Yang G, Sarnquist FH. (1992) Anesthesia crisis resource management training: teaching anesthesiologists to handle critical incidents. Aviat Space Environ Med. 63 (9): 763-70 [2] Gaba DM (2010) Crisis resource management and teamwork training in anaesthesia. Br J Anaesth. 105(1):3-6.