Ziel des Simulatortrainings ist kompetentes Handeln in der zeitlichen Enge einer Notfallsituation. Unter Einbeziehung aller relevanten Faktoren müssen die richtigen Entscheidungen getroffen werden.

Gerade im Akutbereich – Schockraum, Notaufnahme, Operationssaal oder an der Intensivstation ist die Interaktion zwischen Mensch, Technik und Organisation von zentraler Bedeutung. Daher finden sich Elemente der Sicherheitskultur der kommerziellen Luftfahrt (Checklisten, Briefings, aber auch das Training am Simulator) zunehmend auch in der Medizin.

Während des Simulatortrainings lernen die Teilnehmer, (Behandlungs-)Abläufe unter den vorgegebenen Umständen so zu optimieren, dass das beste Ergebnis für den Patienten erzielt werden kann. Koordinierte Zusammenarbeit im Team, Optimierung von Kommunikationsprozessen, Entscheidungsfindung und Nutzung vorhandener Ressourcen sind dabei nur einige der ACRM-Prinzipien, welche hier vermittelt werden. Die Inhalte der Trainingsszenarios kommen der Realität übrigens nicht ganz zufällig sehr nahe: viele entstammen aus Einträgen von Ereignismeldesystemen (siehe auch CIRS).